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titreAusflug Elsass
sous_titre
videoLFS_9316_2_Elsass
dateDebut1940
dateFin1941
annee1,941
duree0
genreFilm amateur
format_original16 mm
colorationNoir_et_blanc
sonMuet
langue
realisateursBalke, Curt
droitsLandesfilmsammlung Baden-Württemberg
lieuTournage48.13476, 7.27587
fondsBalke
pieces_jointes
evenements_filmes_ou_en_lien
personnages_identifiesCurt Balke Käthe Balke
lieux_ou_monumentsHartmannweilerkopf Strasbourg Colmar Schlettstadt Schluchsee Kaysersberg
etatNon-Non
institution_dorigineHaus des Dokumentarfilms
thematiqueOutdoor activities Second World War : German occupation - Annexation of Alsace Cross-border tourism Natural and transformed landscape Heritage and tourism sites
idSupportLFS 9316 2
timecode0
apercu
Ausflug_Elsass_9316_2_j(3).png
resumefr
resumedeAusflug in den Elsass nach Kaysersberg, Gedenkstätte Hartmannswillerkopf und Strasbourg
resumeenExcursion to Kayserberg in Alsace, Hartmannswillerkopf Memorial, Strasbourg
descriptionfr
descriptiondeBreisach; Verkehrsschild <Kolmar / Straßburg / Versorgungslager>; Stadtansichten in Colmar (v.E.); Verkehrsschild <Kayersberg>; Stadtansichten in Kayersberg, Frauen waschen Wäsche im Fluss (v.E.);Verkehrsschild <Hartmannsweiler>; Gedenkstätte u. Soldatenfriedhof auf dem Hartmannsweilerkopf (v.E.); ZT: Dies war 11.3.1941 / Stadtansichten von Straßburg, Soldaten vor dem Münster (v.E.); Gut mit Herrenhaus <nicht identifiziert>; Verkehrsschild <Schlettstadt>; Stadtansichten von Sélestat (v.E.); Kirche<nicht identifiziert>; ZT: Ostern 1941 / Titelblatt einer Zeitung <Saloniki in deutscher Hand>; Fahrtaufnahme aus dem Zug durch verschneite Schwarzwaldlandschaft, Lokomotive (v.E); Frau mit Koffer auf Weg; Mann schaut aus dem Fenster (unten das Strandbad Aha am Schluchsee); Langlauf im Schwarzwald, Mann u. Frau im Liegestuhl (v.E.); Eisenbahn fährt am Schluchsee vorbei; Spaziergang in der Umgebung des Schluchsees (v.E.); Hinweisschild <Titisee Freiburg / St. Blasien Waldshut>; Spaziergang in der Umgebung, Soldaten auf der Landstraße (v.E.); Bauer schleppt mit Pferd Baumstämme (v.E.); Mittagessen im Restaurant. //
descriptionenBreisach; Traffic sign 'Kolmar / Strasbourg / supply camp'; Cityscapes in Colmar; Traffic sign 'Kayersberg'; City views in Kayersberg, women washing laundry in the river; traffic sign 'Hartmannsweiler'; Memorial and military cemetery on the Hartmannsweilerkopf; Title this was 11.3.1941 / Cityscapes of Strasbourg, soldiers in front of the minster; Well with mansion <not identified>; Traffic sign 'Schlettstadt'; Cityscapes of Sélestat; Church <not identified>; TitleN Easter 1941 / Title page of a newspaper 'Saloniki in German hands'; Driving picture from the train through snow-covered Black Forest landscape, locomotive; Woman with suitcase on path; Man looks out the window (below the Aha lido on Schluchsee); Cross-country skiing in the Black Forest, man and woman in a deck chair; The railway passes the Schluchsee; Walk around the Schluchsee; Sign 'Titisee Freiburg / St. Blasien Waldshut'; Walk in the area, soldiers on the country road; Farmer drags tree trunks with horse; Lunch in the restaurant. //
contextefr
contextede[[Fichier:Hartmannswillerkopf 3 Foto Kriegs Bild und Filmamt.JPG|vignette|Das Schlachtfeld am Hartmannswillerkopf am 14. September 1917 (Foto: Kriegs-Bild und Filmamt)]] Der auf 16-mm gedrehte stumme schwarz-weiß Film dokumentiert Reisen von Curt Balke und seiner Familie in das besetzte Elsass. Die Aufnahmen zeigen diverse Ortschaften und ihre Sehenswürdigkeiten und wirken dabei insgesamt statisch. In Colmar filmt er die ehemalige Hauptachse entlang der Stadt (Grand Rue) und das gotische Martinsmünster (Collégiale St-Martin), das zwischen 1234 und 1375 erbaut wurde. Aus unterschiedlichen Perspektiven nimmt er das Koifhus und den Platz vor diesem ehemaligen Zollhaus im Gerberviertel (Place de l‘Ancienne Douane) auf, mit dem Schwendi-Brunnen (Fontaine Schwendi). Das Koifhus stellt das Zentrum der städtischen Wirtschaftsmacht dar: im Erdgeschoss befanden sich ein Warenlager und die Zollhalle, im ersten Geschoss die Sitzungssäle des Colmarer Schöffenrats und des Zehnstädtebundes (Tschirner 2011, S. 126). Balke schwenkt auf die ehemalige Zunftstube der elsässischen Bauern. Seine Fahrt führt zum wenige Kilometer entfernten Kaysersberg, wo er das Rathaus, die katholische Stadtkirche (Eglise Sainte-Croix) und den Brunnen mit der Figur von Kaiser Konstantin aufnimmt. Es folgen Impressionen der Innenstadt, mit den für das Elsass typischen bunt gestrichenen Hausfassaden. Im Fluss der Weiss waschen Frauen ihre Wäsche. Zu sehen sind außerdem eine Steinbrücke (Pont fortifié) von 1512 und die im 14. Jahrhundert erbaute Oberhof Kapelle (Notre-Dame du Scapulaire) (Tschirner 2011, S. 251). Die nächste Station ist Hartmannsweiler und die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf, der im Ersten Weltkrieg hart umkämpft war (siehe Film „Ostern 1942“). Eine Schrifttafel datiert diesen Besuch auf den 11. März 1941. [[Fichier:Ausflug Elsass Harmannsweilerkopf.png|vignette|Gedenkstätte Hartmannswillerkopf (Foto: LFS)]] Die folgenden Aufnahmen zeigen Straßburg mit dem Münster und dem nahegelegenen Johannes-Gutenberg-Platz mit der namensgebenden Statue in der Platzmitte. Weiter sind der Fluss Ill mit der Wilhelmskirche im Hintergrund, das Historische Museum, das Frauenhausmuseum (Musée de l'Œuvre-Notre-Dame) mit Kunst vom Mittelalter bis 1681 sowie das Opernhaus (Opéra national du Rhin) zu sehen. Nächste Station ist Schlettstadt (Séléstadt) mit der Sankt-Fides-Pfarrkirche (Eglise Sainte-Foy) aus dem 12. Jahrhundert. Außerdem zu sehen die Stadtpfarrkirche St. Georg (Eglise Saint-Georges) mit ihren bunten Keramikziegeln, deren Bau von 1220 bis ins 15. Jahrhundert dauerte. Vorbei an einer prächtigen Privatresidenz, Offiziershaus genannt, da dort im 17. Jahrhundert der Offizier des Königs logierte, blickt man zwischen den Hausfassaden der Innenstadt auf den Neuturm (Tour Neuve), der einen Teil der Ringmauer bildet (Séléstat Alsace Centrale 2014, S. 34). [[Fichier:Ausflug Elsass Strasbourg.png|vignette|Litfasssäule in Strasbourg (Foto: LFS)]] Zu Ostern 1941, einem schneereichen Wochenende Mitte April unternahm Curt Balke mit seiner Frau Käthe eine Reise zum Schluchsee. Sie fuhren mit der Bahn und gingen in eine Pension nahe dem Strandbad Aha, das in einigen seiner Filme Thema ist. In der verschneiten Winterlandschaft machen die beiden Wintersportler eine Tour mit Langlaufskiern. Sie filmen sich gegenseitig beim Entspannen im Liegestuhl. An einem sonnigen Tag besuchen sie die Gemeinde Schluchsee mit der Pfarrkirche St. Nikolaus. Der Film endet mit den Aufnahmen von Soldaten, die in die Kamera winken sowie Holzfällarbeiten, die von einem Mann unter Einsatz eines Zugpferdes ausgeübt werden. Mit dem Essen in einem Gasthaus blendet der Film ab. Als Architekt war Curt Balke im Elsass ab 1940 am Wiederaufbau zerstörter Häuser für die Abteilung Bauwesen der Zivilverwaltung tätig (siehe Film: „Wiederaufbau Elsass“). Den zuvor Evakuierten wurde von den Deutschen freigestellt, in ihre elsässische Heimat zurückzukehren, was zwei Drittel der Elsässer taten. Die im Elsass lebende Bevölkerung wurde zu ‚Volksdeutschen‘ deklariert. Orts- und Vornamen wurden eingedeutscht, Bücher französischer Autoren verbrannt, französische Radiosender, Zeitungen und Vereine gleichgeschaltet (Tschirner 2011, S. 46). In der Schule wurde die deutsche Sprache zum Hauptfach, die französische Sprache wurde weder zur Kommunikation noch als Fremdsprache geduldet. „Man kann nur eine Kultur besitzen – die der Sprache“, so hieß es in den ‚Straßburger Neuesten Nachrichten‘ vom 12.12.1940 (Wittmann 2009, S. 253). Zwischen 1940 und 1944 war das Elsass von der deutschen Wehrmacht besetzt. Ab Herbst 1940 waren im Rahmen der Nazifizierung alle Gruppierungen der NSDAP im Elsass vertreten: Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel; Reichsarbeitsdienst (obligatorischer, sechsmonatiger Arbeitseinsatz für junge Elsässer ab Anfang 1941), Deutsche Frauenschaft, SA, SS, Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps (NSKK) und Nationalsozialistisches Fliegerkorps (NSFK) (Wittmann 2009, S. 256). Viele Elsässer traten in diese Organisationen ein (siehe Film: „Serment des NSKK au Korpsführer Hühnlei“). Die elsässische Bevölkerung war durch die Geheime Staatspolizei (GESTAPO), den Sicherheitsdienst und anderer NSDAP-Gliederungen einer zunehmenden Überwachung ausgesetzt. Bis zum August 1942 wurden Elsässer vom NS-Regime als im Ausland lebende Deutsche mit fremden Staatsbürgerschaften betrachtet. Nach dem Einziehungsdekret vom 24. August 1942, mit dem etwa 130.000 junge Elsässer für die Wehrmacht verpflichtet wurden (90% von ihnen kamen an die Ostfront), wuchs der passive und aktive Widerstand im Elsass. Am 9. Juli 1943 wurden alle Elsässer zu deutschen Staatsangehörigen erklärt (Wittmann 2009, S. 257). Bei Kriegsende waren ein Drittel der elsässischen Soldaten gefallen oder vermisst und 50.000 Zivilisten gestorben. Sophia Dresel
contexteen[[Fichier:Hartmannswillerkopf 3 Foto Kriegs Bild und Filmamt.JPG|vignette|The battle field Hartmannswillerkopf on September, 14th 1917 (Foto: Kriegs-Bild und Filmamt)]] The silent black and white film, shot on 16 mm, documents a travel of Curt Balke and his family to occupied Alsace. The images show various locations and their sights and appear to be static overall. In Colmar he films the former main axis along the city (Grand Rue) and the Gothic Martinsmünster (Collégiale St-Martin), which was built between 1234 and 1375. From different perspectives he photographs the Koifhus and the square in front of this former customs house in the tanners' quarter (Place de l‘Ancienne Douane), with the Schwendi fountain (Fontaine Schwendi). The Koifhus represents the center of the city's economic power: on the ground floor there was a warehouse and the customs hall, on the first floor the conference rooms of the Colmar council of lay judges and the ten-city league (Tschirner 2011, p. 126). Balke pans to the former guild room of the Alsatian farmers. Their journey takes them to Kaysersberg, a few kilometers away, where he takes in the town hall, the Catholic town church (Eglise Sainte-Croix) and the fountain with the figure of Emperor Constantine. This is followed by impressions of the city center with the colorfully painted house facades typical of Alsace. Women wash their laundry in the river of the Weiss. You can also see a stone bridge (Pont fortifié) from 1512 and the Oberhof Chapel (Notre-Dame du Scapulaire) built in the 14th century (Tschirner 2011, p. 251). The next stop is Hartmannsweiler and the Hartmannswillerkopf memorial, which was fiercely fought during the First World War (see film "Ostern 1942"). A plaque dates this visit to March 11, 1941. [[Fichier:Ausflug Elsass Harmannsweilerkopf.png|vignette|Hartmannswillerkopf Memorial (Foto: LFS)]] The following shots show Strasbourg with the cathedral and the nearby Johannes-Gutenberg-Platz with the eponymous statue in the middle of the square. The river Ill with the Wilhelmskirche in the background, the historical museum, the women's shelter museum (Musée de l'Œuvre-Notre-Dame) with art from the Middle Ages to 1681 and the opera house (Opéra national du Rhin) can also be seen. The next stop is Schlettstadt (Séléstadt) with the St. Fides parish church (Eglise Sainte-Foy) from the 12th century. You can also see the parish church of St. Georg (Eglise Saint-Georges) with its colorful ceramic tiles, the construction of which lasted from 1220 to the 15th century. Past a splendid private residence, called the officers' house, since the king's officer stayed there in the 17th century, one can see the New Tower (Tour Neuve), which forms part of the curtain wall, between the house facades of the city center (Séléstat Alsace Centrale 2014, p. 34). [[Fichier:Ausflug Elsass Strasbourg.png|vignette|Avertising Pillar in Strasbourg (Foto: LFS)]] At Eastern 1941, a snowy weekend in mid-April, Curt Balke took his wife Käthe on a trip to the Schluchsee. They took the train and went to a boarding house near the beach Aha, which is the subject of some of his films. The two winter sports enthusiasts go on a tour on cross-country skis in the snow-covered winter landscape. They film each other while relaxing in a deck chair. On a sunny day they visit the community Schluchsee with the parish church St. Nikolaus. The film ends with shots of soldiers waving at the camera, as well as woodcutting work carried out by a man using a draft horse. The film fades out with the meal in an inn. Curt Balke worked as an architect in Alsace from 1940 on the reconstruction of destroyed houses for the civil administration's building department (see film: "Wiederaufbau Elsass"). The Germans gave the previously evacuees an option to return to their Alsatian homeland, which two thirds of Alsatians did. The population living in Alsace was declared "ethnic Germans". Place names and first names were Germanized, books by French authors were burned, French radio stations, newspapers and associations were brought into line (Tschirner 2011, p. 46). At school, the German language became the main subject, the French language was not tolerated either for communication or as a foreign language. "You can only have one culture - that of language", so it was said in the 'Straßburger Neuesten Nachrichten' of December 12, 1940 (Wittmann 2009, p. 253). Between 1940 and 1944 Alsace was occupied by the German Wehrmacht. From autumn 1940 all groups of the NSDAP were represented in Alsace as part of the Nazification: Hitler Youth, Bund Deutscher Mädel; Reich Labor Service (compulsory six-month work assignment for young Alsatians from the beginning of 1941), German Women’s Association, SA, SS, National Socialist Motor Vehicle Corps (NSKK) and National Socialist Aviation Corps (NSFK) (Wittmann 2009, p. 256) Many Alsatians joined these organizations (see film: "Serment des NSKK au Korpsführer Hühnlei"). The Alsatian population was exposed to increasing surveillance by the Secret State Police (GESTAPO), the security service and other NSDAP branches. Until August 1942, Alsatians were viewed by the Nazi regime as Germans living abroad with foreign citizenships. After the confiscation decree of August 24, 1942, with which about 130,000 young Alsatians were committed to the Wehrmacht (90% of them came to the Eastern Front), passive and active resistance in Alsace grew. On July 9, 1943, all Alsatians were declared German citizens (Wittmann 2009, p. 257). At the end of the war, a third of the Alsatian soldiers were killed or missing and 50,000 civilians had died. Sophia Dresel