Page values for "Freiburg Film, Bundesverdienstkreuz (LFS 02297 1)"

"Sequences" values

titreFreiburg Film, Bundesverdienstkreuz
sous_titre850 Jahre Freiburg
videoLFS_02297_1_Freiburg-Film_Bundes-Verdienstkreuz
dateDebut1970
dateFin1970
annee1,970
duree385
genreFilm amateur
format_original16 mm
colorationCouleur
sonSonorisé
languede
realisateurs
droitsLandesfilmsammlung BW
lieuTournage47.99515, 7.8528
fondsLandesfilmsammlung BW
pieces_jointes
evenements_filmes_ou_en_lien
personnages_identifiesWolf Hart Freiburger OB Dr. Eugen Keidel
lieux_ou_monumentsFreiburg i.B.
etatNon-Non
institution_dorigineHaus des Dokumentarfilms
thematiqueIdentity Traditions Local festivals
idSupportLFS 02297 1
timecode0
apercu
LFS02297_1_Bundesverdienstkreuz.jpg
resumefr
resumedePremiere des Freiburg Films von Wolf Hart und Verleihung des Bundesverdienstordens an Oberbürgermeister Dr. Eugen Keidel
resumeenFilm premiere of the Freiburg film by Wolf Hart and the award ceremony of the Federal Order of Merit to Lord Mayor Dr. Eugene Keidel.
descriptionfr
descriptiondeHaus mit der Aufschrift: "Kamera Kurbel". Menschen steigen aus Autos, begrüßen sich. / Münster, Schwenk über den Münsterturm und das Münster. / Oberbürgermeister Dr. Eugen Keidel (04.09.1909-31.12.1991, OB von 1962-1982) bedankt sich bei Filmemacher Wolf Hart. Fähnchengeschmückte Straße mit Autos und Straßenbahnen. TC: 10:05:41 Fahnen des Stadtjubiläums. Schwenk über Hochhäuser des Neubaugebiets Landwasser, Wohnblocks und Hochhäuser in Landwasser Straßenbahnwagen mit der Aufschrift: "Jubiläums Quiz - 850 Jahre Freiburg - 70 Jahre Freiburger Straßenbahn". ZT: 05. Juni 1970 Oberbürgermeister Dr. Keidel OB in Amtszimmer (kurz). ZT: erhält grosses Bundes-Verdienstkreuz. Geladene Gäste begrüßen sich, v.E. Ansprache von Ministerpräsident Hans Filbinger (MP von 1966-1978), Filbinger und Dr. Keidel schütteln sich die Hand. Ansprache von OB Dr. Keidel, Gäste trinken Wein bei Stehempfang.
descriptionen
contextefr
contextedeDieser Film ist ein Ausschnitt aus dem langen Film von Helmut Eckert zum 850-jährigen Stadtjubiläum von Freiburg, den er mit seiner 16 mm-Kamera in Farbe gedreht und vertont hat. Hier geht es um zwei Ereignisse, die Uraufführung des Imagefilms „Freiburg. Ein Stadtporträt“ von Wolf Hart am 5. Juni 1970, der im Auftrag der Stadt entstand und die Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes an Oberbürgermeister Dr. Eugen Keidel. Der Regisseur Wolf Hart (1911-2002) war ein renommierter Kulturfilmemacher, der lange Zeit in Freiburg wohnte. Dort wuchs er auf und studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Geographie und Sport und wurde eine führende Person im Sozialistischen Studentenbund. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten erhielt er ein Studienverbot und landete beim Film. Er wurde Assistent bei dem anerkannten Kameramann Sepp Allgeier, der einige Bergfilme gestaltet hatte. Er assistierte Allgeier dann auch bei Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ (1935) und bei ihrem zweiteiligen „Olympia“ Film (1938). Sein Regiedebüt gab er mit dem kurzen Kulturfilm „Heide“ (1938). Nach Kriegsende erhielt er eine Drehlizenz der französischen Besatzungsbehörden und baute seine Produktionsfirma in Freiburg auf. In den 1950er Jahren wurden seine Filme mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter ein Bundesfilmpreis für „Bauhütte 63“ über die Restaurierung des Freiburger Münsters. Von daher lag es nahe, ihn mit dem Auftrag für einen Imagefilm zum Freiburger Stadtjubiläum zu betrauen. Es ist eine Liebeserklärung an die Stadt mit historischen Rückblicken, mit charmanter Schilderung des Alltags, seiner Lebensqualität sowie der Bedeutung der Universität, der Industrie und der Neubausiedlungen im Westen der Stadt. Der Film von Helmut Eckert zeigt, wie OB Eugen Keidel mit seiner Frau zur Premiere in das Kino ‚Kurbel/Kamera‘ kommt; andere Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft fahren mit dem Auto vor. Insgesamt ein sehr gediegenes Publikum, bei den Männern dominieren dunkle Anzüge. Die ‚Kurbel‘ wurde 1949 als Anbau der Städtischen Bühnen mit über 1.000 Plätzen eröffnet. 1953 wurde es durch die ‚Kamera‘ mit 474 Plätzen ergänzt. Das Lichtspielhaus wurde 1994 geschlossen und dient heute als ‚Kleines Haus‘ des Theaters. Es folgen Bilder des Münsters und der Premierengäste, die das Kino verlassen. OB Keidel bedankt sich beim Regisseur Wolf Hart für seinen Film. Die Premiere fand im Rahmen des Stadtjubiläums statt, das auch mit Windspielen, Fahnentürmen und der Beflaggung der Hauptstraßen mit Wimpeln in der Stadt gefeiert wurde. Eine Werbung auf einer historischen Straßenbahn wirbt für ein Quiz zum Jubiläum und weist auf den 70. Geburtstag der Straßenbahnen in Freiburg hin, die 1900 startete. Die Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes durch CDU-Ministerpräsident Hans Filbinger an Oberbürgermeister Dr. Eugen Keidel zeigt die nächste Sequenz. Sein Dienstzimmer ist für die Aufnahmen aufwändig ausgeleuchtet und Helmut Eckert ist mit seiner Kamera nah am Geschehen. Es hat sich ein erlauchter Kreis von Honoratioren zusammengefunden, überwiegend Männer in dunklen Anzügen. Die wenigen Damen haben schicke Kleidung an und sorgen für Farbpunkte. Ministerpräsident Filbinger überreicht am Vorabend des Festakts zum Stadtjubiläum dem Oberbürgermeister das Große Verdienstkreuz im Auftrag des Bundespräsidenten. Die Landesregierung hatte ihn für diese Ehrung vorgeschlagen und der Oberbürgermeister dankte auch im Namen der Bürger von Freiburg. Zum Abschluss wurde mit Wein angestoßen. Der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann, der am nächsten Tag zum Festakt ebenfalls nach Freiburg kam, was in einer anderen Sequenz dokumentiert ist, stand der Bedeutung der Bundesverdienstkreuze durchaus kritisch gegenüber. Er setzte sich dafür ein, starre gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen und mehr Demokratie zu wagen. Bei einer Verleihung im Januar 1973 sagte er: „Es ist so gut wie unmöglich, eine überzeugende Gerechtigkeit in die Auszeichnung mit dem Verdienstorden zu bringen. Es gibt Bürger, die die Annahme eines Ordens, aus welchen Gründen auch immer, verweigern. Ihnen habe ich immer meinen Respekt bekundet“. Er schlug stattdessen vor, Bundesverdienstkreuze in offenen Kisten zur Selbstbedienung aufzustellen (Hoffmann, S. 123). Für die Stuttgarter Dokumentarabteilung des SDR drehte Roman Brodmann 1973 den provokativen Dokumentarfilm „Die ausgezeichneten Deutschen“. Den Abschluss des Films bilden Aufnahmen des Neubaugebiets Landwasser im Westen der Stadt. Unter Oberbürgermeister Keidel expandierte die Stadt und die Einwohnerzahl wuchs. Deshalb beschloss der Gemeinderat 1964 ein Neubaugebiet in dem bis dahin sumpfigen Waldgebiet im Westen der Stadt zu errichten. Schon im Sommer 1966 konnten die ersten Mieter einziehen, im Februar 1968 konnte die 1.000 Wohnung bezogen werden. In Landwasser wohnten 1975 insgesamt 9.423 Bewohner und es entstand ein eigenes Stadtzentrum mit Einkaufzentrum, einem großen Schulzentrum, einem Marktplatz, einem Krankenhaus sowie einer katholischen und einer evangelischen Kirche. Helmut Eckert betont in seinem Kommentar, dass der Aufbau des neuen Stadtviertels vor allem auch ein Verdienst von Oberbürgermeister Eugen Keidel gewesen sei. Kay Hoffmann
contexteenThis film is an excerpt from the long film by Helmut Eckert for the 850th anniversary of the city of Freiburg, which he shot in color with his 16 mm camera and added music and his commentary. This is about two events, the world premiere of the image film “Freiburg. A city portrait ” by Wolf Hart on June 5, 1970, which was commissioned by the city. The second event is the award ceremony the Great Federal Cross of Merit given to Lord Mayor Dr. Eugene Keidel. The director Wolf Hart (1911-2002) was a renowned cultural filmmaker who lived in Freiburg for a long time. There he grew up studying history, art history, geography and sports and became a leading figure in the Socialist Student Union. After the National Socialists came to power, he was banned from studying and ended up in film. He became an assistant to the renowned cameraman Sepp Allgeier, who had made some mountain films. He then assisted Allgeier in Leni Riefenstahl's “Triumph des Willens” (1935) and her two-part “Olympia” film (1938). He made his directorial debut with the short cultural film “Heide” (1938). After the end of the war, he received a filming license from the French occupation authorities and set up his production company in Freiburg. In the 1950s, his films won numerous prizes, including a federal film award for “Bauhütte 63” on the restoration of the Freiburg Cathedral. So it made sense to entrust him with the commission for an image film for the Freiburg city anniversary. It is a declaration of love for the city with historical retrospectives, with a charming description of everyday life, its quality of life and the importance of the university, industry and the new housing estates in the west of the city. The film by Helmut Eckert shows how Mayor Eugen Keidel and his wife come to the premiere in the cinema theatre 'Kurbel/Kamera'; other guests of honor from politics and business drive up by car. Overall, a very dignified audience, the men are dominated by dark suits. The 'Kurbel' cinema was opened in 1949 as an extension of the municipal theaters with over 1,000 seats. In 1953 it was supplemented by the 'Kamera' with 474 seats. The theater was closed in 1994 and now serves as the theater's 'small house'. This is followed by pictures of the minster and the premiere guests leaving the cinema. OB Keidel thanks the director Wolf Hart for his film. The premiere took place as part of the city anniversary, which was also celebrated with wind chimes, flag towers and the flagging of the main streets with pennants in the city. An advertisement on a historic tram advertises a quiz for the anniversary and refers to the 70th birthday of the trams in Freiburg, which started in 1900. The awarding ceremony of the Great Federal Cross of Merit by then CDU Prime Minister Hans Filbinger to Lord Mayor Dr. Eugen Keidel shows the next sequence. His office is lavishly lit for the recordings and Helmut Eckert is close to the action with his camera. A distinguished circle of dignitaries has come together, mostly men in dark suits. The few women wear smart clothes and provide colored dots. On the eve of the city anniversary ceremony, Prime Minister Filbinger presented the Lord Mayor with the Great Cross of Merit on behalf of the Federal President. The state government had proposed him for this honor and the mayor thanked him on behalf of the citizens of Freiburg. At the end there was a toast with wine. The then Federal President Gustav Heinemann, who also came to Freiburg for the ceremony the next day, which is documented in another sequence, was quite critical of the importance of the Federal Crosses of Merit. He advocated breaking rigid social structures and risking more democracy. At an award ceremony in January 1973, he said: “It is next to impossible to bring convincing justice to the award of the Order of Merit. There are citizens who refuse to accept an order for whatever reason. I always showed you my respect ”. Instead, he suggested setting up federal merit crosses in open boxes for self-service (Hoffmann, p. 123). In 1973, Roman Brodmann shot the provocative documentary film “The Excellent Germans” for the Stuttgart documentary department of the SDR. The film concludes with shots of the Landwasser development area in the west of the city. Under Mayor Keidel, the city expanded and the population grew. Therefore, in 1964, the municipal council decided to build a new building area in the previously swampy forest area in the west of the city. The first tenants were able to move in as early as the summer of 1966, and in February 1968 the 1,000 apartments were ready to move into. A total of 9,423 residents lived in Landwasser in 1975 and the city center had a shopping center, a large school center, a market square, a hospital and a Catholic and Protestant church was built. Helmut Eckert emphasizes in his comment that the construction of the new city quarter was mainly due to Lord Mayor Eugen Keidel. Kay Hoffmann