Difference between revisions of "TITEL (LFS02257 3)"

 
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|lieuTournage=49.31681, 8.45102
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|Resume_de=Familienaufnahmen rund um Speyer und Ausflug nach Baden-Baden
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|Description_de=Winter 1937: Ein Zehnjähriger mit Schlitten im Schnee, baut einen Schneemann, dekoriert gemeinsam mit einem jungen Paar den Schneemann u.a. mit der Schildmütze eines Gefreiten der Wehrmacht. Schneeballschlacht. Junges Paar beim Spaziergang im Schnee, u.a. am Heidentürmchen im Domgarten.
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Pferdewagen auf der Straße. Mann klappt Motorhaube an einem Automobil der Marke Opel zu. Zeppelin fährt vorbei (kurz). Familie steigt aus PKW der Marke Ford. Familie mit Sohn und einem jungen Feldwebel in Ausgehuniform bei unbekanntem Spiel im Hof: Kreisförmige Teile aus Gummi werden auf eine quadratische Zielscheibe am Boden geworfen.
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Großeltern Lind mit Enkel am Rheinufer bei Speyer. Der Zehnjährige trägt Kniestrümpfe und einen Mantel, im Hintergrund die feste Rheinbrücke im Bau.
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Ausflug nach Baden-Baden: Fürstenberg-Denkmal am Hungerberg: Engel aus weißem Marmor in einer halbkreisförmigen Säulenhalle, Kurhaus mit Hakenfreuzfahnen, Lichtentaler Allee an der Oos, Blick in die Luisenstraße, Reiherbrunnen, Evangelische Kirche, Brunnenanlage im Rosengarten, u.a.
 
|Contexte_et_analyse_de=[[Fichier:Familienfilm 4 1.png|vignette|Das Auto war damals ein Kennzeichen für Wohlstand (Foto: LFS)]]
 
|Contexte_et_analyse_de=[[Fichier:Familienfilm 4 1.png|vignette|Das Auto war damals ein Kennzeichen für Wohlstand (Foto: LFS)]]
  
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Das Agfa-Logo leitet einen Orts- und Zeitwechsel ein. Auf der Straße steht ein Auto mit seitlich aufgeklappter Motorhaube, über die sich ein Mann beugt. Die auffällige Nummer 31200 ist kein deutsches Autokennzeichen. Rechts fährt eine bespannte Pferdekutsche mit Fuhrmann und Beifahrer entlang. Die nächste Einstellung zeigt einen Zeppelin, der über die Stadt fliegt. Hierbei handelt es sich um ein Luftschiff der LZ-Reihe. Dieser Anblick war damals nicht ungewöhnlich, da es eine regelmäßige Zeppelin Verbindung zwischen Frankfurt, Düsseldorf und Baden-Baden gab. Zahlungskräftige Gäste konnten dieses Angebot für ihre Reisen nutzen. Baden-Oos besaß einen eigenen Luftschiff Hangar.
 
Das Agfa-Logo leitet einen Orts- und Zeitwechsel ein. Auf der Straße steht ein Auto mit seitlich aufgeklappter Motorhaube, über die sich ein Mann beugt. Die auffällige Nummer 31200 ist kein deutsches Autokennzeichen. Rechts fährt eine bespannte Pferdekutsche mit Fuhrmann und Beifahrer entlang. Die nächste Einstellung zeigt einen Zeppelin, der über die Stadt fliegt. Hierbei handelt es sich um ein Luftschiff der LZ-Reihe. Dieser Anblick war damals nicht ungewöhnlich, da es eine regelmäßige Zeppelin Verbindung zwischen Frankfurt, Düsseldorf und Baden-Baden gab. Zahlungskräftige Gäste konnten dieses Angebot für ihre Reisen nutzen. Baden-Oos besaß einen eigenen Luftschiff Hangar.
  
[[Fichier:Salierbrücke Speyer Foto Historisches Museum der Pfalz Speyer Franz J. Klimm (CC BY-NC-SA) 2.jpg|vignette|Blick auf die neue Salierbrücke von der alten Pontonbrücke (Foto: Historisches Museum der Pfalz, Speyer (CC_BY-NC-SA)]]]]
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[[Fichier:Salierbrücke Speyer Foto Historisches Museum der Pfalz Speyer Franz J. Klimm (CC BY-NC-SA) 2.jpg|vignette|Blick auf die neue Salierbrücke von der alten Pontonbrücke (Foto: Historisches Museum der Pfalz, Speyer (CC_BY-NC-SA)]]
  
 
Dann fährt ein Mercedes-Benz W138, welcher von 1936-1940 produziert wurde, durch die Altstadt von Baden-Baden. Das Auto hält an und die Insassen steigen aus. Das Autokennzeichen verweist auf eine Zulassung in der Pfalz, die damals noch zu Bayern gehörte. Es folgen Aufnahmen von einem Spiel, bei dem flache Scheiben auf ein Spielbrett mit Zahlen geworfen werden, um Punkte zu sammeln. Es spielen ein junger Mann in Uniform, Walter, der Sohn der Familie, sein Vater Emil Lind und der Großvater.  
 
Dann fährt ein Mercedes-Benz W138, welcher von 1936-1940 produziert wurde, durch die Altstadt von Baden-Baden. Das Auto hält an und die Insassen steigen aus. Das Autokennzeichen verweist auf eine Zulassung in der Pfalz, die damals noch zu Bayern gehörte. Es folgen Aufnahmen von einem Spiel, bei dem flache Scheiben auf ein Spielbrett mit Zahlen geworfen werden, um Punkte zu sammeln. Es spielen ein junger Mann in Uniform, Walter, der Sohn der Familie, sein Vater Emil Lind und der Großvater.  
  
[[Fichier:Familienfilm 4 3.png|vignette|Ein Spaziergang mit den Großeltern am Rhein (Foto: LFS)]]
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[[Fichier:Familienfilm 4 5.png|vignette|Ausflug am Rhein mit dem Bau der Salierbrücke im Hintergrund (Foto: LFS)]]
  
 
Dann unternimmt die Familie einen Ausflug an den Rhein. Im Vordergrund läuft Walter mit seinen Großeltern in schmucker Sonntagskleidung und mit Fotoapparat um den Hals. Im Hafenbecken rudern drei Personen in einem Boot. Im Hintergrund ist der Neubau Salierbrücke bei Speyer zu sehen, einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke. Sie wurde 1938 eröffnet und ersetzte die bisher betriebene Pontonbrücke (siehe Film „Pontonbrücke und neue Rheinbrücke bei Maxau“) Die neue Stahlbrücke wurde am 23. März 1945 durch deutsche Soldaten beim Rückzug gesprengt. Die Familie läuft weiter am Rhein entlang, vorbei an einem älteren Raddampfer.  
 
Dann unternimmt die Familie einen Ausflug an den Rhein. Im Vordergrund läuft Walter mit seinen Großeltern in schmucker Sonntagskleidung und mit Fotoapparat um den Hals. Im Hafenbecken rudern drei Personen in einem Boot. Im Hintergrund ist der Neubau Salierbrücke bei Speyer zu sehen, einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke. Sie wurde 1938 eröffnet und ersetzte die bisher betriebene Pontonbrücke (siehe Film „Pontonbrücke und neue Rheinbrücke bei Maxau“) Die neue Stahlbrücke wurde am 23. März 1945 durch deutsche Soldaten beim Rückzug gesprengt. Die Familie läuft weiter am Rhein entlang, vorbei an einem älteren Raddampfer.  
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In der nächsten Einstellung sind die Familie und ein weiteres Ehepaar am Fürstenberg Denkmal in Baden-Baden zu sehen, das am Hungerberg oberhalb des neuen Schlosses liegt. Es wurde durch Carl Egon, dem 3. Fürst von Fürstenberg, aus Dankbarkeit errichtet, weil sein Sohn 1862 einen Sturz vom Pferd überlebte. Daraufhin macht die Familie einen Spaziergang in der bekannten Lichtentaler Allee entlang der Oos. Die nächsten Aufnahmen zeigen Häuser, welche sich am Annaberg in Baden-Baden befinden. Danach sieht man die Familie im Innenhof des neuen Schlosses, wo sich außer ihnen weitere Passanten befinden und die schöne Architektur bewundern. Sie bewegen sich in Richtung des Panorama Balkons an der Schlossstaffel, von dem aus sie eine wunderbare Aussicht über Baden-Baden haben, die dann auch gezeigt wird. Baden-Baden hatte sich im 19. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Thermalbadeorte Europas entwickelt. Um den Ansprüchen der internationalen Kurgäste gerecht zu werden, richtete Baden-Baden neben dem Casino Freizeitangebote wie Golf- und Tennisplätze, Thermalbäder und die Rennbahn ein, welche das Stadtbild langfristig prägten.
 
In der nächsten Einstellung sind die Familie und ein weiteres Ehepaar am Fürstenberg Denkmal in Baden-Baden zu sehen, das am Hungerberg oberhalb des neuen Schlosses liegt. Es wurde durch Carl Egon, dem 3. Fürst von Fürstenberg, aus Dankbarkeit errichtet, weil sein Sohn 1862 einen Sturz vom Pferd überlebte. Daraufhin macht die Familie einen Spaziergang in der bekannten Lichtentaler Allee entlang der Oos. Die nächsten Aufnahmen zeigen Häuser, welche sich am Annaberg in Baden-Baden befinden. Danach sieht man die Familie im Innenhof des neuen Schlosses, wo sich außer ihnen weitere Passanten befinden und die schöne Architektur bewundern. Sie bewegen sich in Richtung des Panorama Balkons an der Schlossstaffel, von dem aus sie eine wunderbare Aussicht über Baden-Baden haben, die dann auch gezeigt wird. Baden-Baden hatte sich im 19. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Thermalbadeorte Europas entwickelt. Um den Ansprüchen der internationalen Kurgäste gerecht zu werden, richtete Baden-Baden neben dem Casino Freizeitangebote wie Golf- und Tennisplätze, Thermalbäder und die Rennbahn ein, welche das Stadtbild langfristig prägten.
 
In der nächsten Szene stehen mehrere Personen um den Reiherbrunnen, wo sie ihre Flaschen ausspülen. Das im Brunnen strömende Thermalwasser hatte eine Temperatur von über 40 Grad, was ihn zu einer Touristenattraktion machte. Damals  stand der Brunnen auf der Höhe des Sonnenplatzes und wurde 1966 in die Sophienstraße versetzt. Viele Menschen flanieren am prunkvollen Kurhaus entlang, das schon lange als Casino genutzt wird und mit Hakenkreuzfahnen geschmückt ist. Vom Kurhaus aus läuft die Familie über die Lichtentaler Allee bis hin zur Gönneranlage, welche für ihre imposanten Brunnen und Pflanzen bekannt ist. Die  Evangelischen Stadtkirche konnte 1867 erst durch Spenden und nach der Gründung einer Stiftung eingeweiht werden. Die folgenden Aufnahmen zeigen das Stadtzentrum am Leopoldsplatz. In der Schlussaufnahme ist das Theater Baden-Baden zu sehen, das sich neben dem Kurhaus am Goetheplatz befindet. Das Theater wurde durch den damaligen Spielbankpächter Edouard Bénazet errichtet und im August 1862 eröffnet. Der Großteil der gezeigten Sehenswürdigkeiten sind der Kurstadt bis heute erhalten geblieben. Sie prägen das Stadtbild von Baden-Baden und sind noch immer Attraktionen für Touristen und Tagesgäste.
 
In der nächsten Szene stehen mehrere Personen um den Reiherbrunnen, wo sie ihre Flaschen ausspülen. Das im Brunnen strömende Thermalwasser hatte eine Temperatur von über 40 Grad, was ihn zu einer Touristenattraktion machte. Damals  stand der Brunnen auf der Höhe des Sonnenplatzes und wurde 1966 in die Sophienstraße versetzt. Viele Menschen flanieren am prunkvollen Kurhaus entlang, das schon lange als Casino genutzt wird und mit Hakenkreuzfahnen geschmückt ist. Vom Kurhaus aus läuft die Familie über die Lichtentaler Allee bis hin zur Gönneranlage, welche für ihre imposanten Brunnen und Pflanzen bekannt ist. Die  Evangelischen Stadtkirche konnte 1867 erst durch Spenden und nach der Gründung einer Stiftung eingeweiht werden. Die folgenden Aufnahmen zeigen das Stadtzentrum am Leopoldsplatz. In der Schlussaufnahme ist das Theater Baden-Baden zu sehen, das sich neben dem Kurhaus am Goetheplatz befindet. Das Theater wurde durch den damaligen Spielbankpächter Edouard Bénazet errichtet und im August 1862 eröffnet. Der Großteil der gezeigten Sehenswürdigkeiten sind der Kurstadt bis heute erhalten geblieben. Sie prägen das Stadtbild von Baden-Baden und sind noch immer Attraktionen für Touristen und Tagesgäste.
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Magnus Maurath, Paul Schmitz, Julius Pflüger
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|Contexte_et_analyse_en=[[Fichier: Familienfilm 4 1.png | vignette | Back then the car was a symbol of prosperity (Photo: LFS)]]
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The silent black and white film with a length of just under six minutes was shot in 1937, as Agfa's initial logo with the year reveals. You can see the everyday life and excursions of the Lind family in the region around Speyer, where father Dr. Emil Lind worked as a pastor. The first sequence shows impressions from winter. A boy is sledding down a small hill and building a snowman in the front yard of the house. He wears a peaked cap typical of the Wehrmacht, with a cockade in the national colors and the imperial eagle. The snowman is inspected by a young woman and a young man and decorated with pieces of coal. The three then begin a wild snowball fight. In the next sequence, a younger couple walks through the wintry Dompark in Speyer with the Heideturmchen, which was built in the 13th century.
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The Agfa logo introduces a change of place and time. A car is parked in the street with the bonnet open to the side and a man leaning over it. The conspicuous number 31200 is not a German license plate. On the right is a horse drawn carriage with a carter and a passenger. The next shot shows a zeppelin flying over the city. This is an airship of the LZ series. This sight was not unusual at the time, as there was a regular Zeppelin connection between Frankfurt, Düsseldorf and Baden-Baden. Wealthy guests could use this offer for their trips. Baden-Oos had its own airship hangar.
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[[Fichier:Salierbrücke Speyer Foto Historisches Museum der Pfalz Speyer Franz J. Klimm (CC BY-NC-SA) 2.jpg|vignette|View of the new Salierbrücke from the old pontoon bridge (Foto: Historisches Museum der Pfalz, Speyer (CC_BY-NC-SA)]]
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Then a Mercedes-Benz W138, which was produced from 1936-1940, drives through the old town of Baden-Baden. The car stops and the occupants get out. The license plate indicates that it was registered in the Palatinate, which at that time still belonged to Bavaria. This is followed by shots of a game in which flat discs are thrown onto a game board with numbers to collect points. A young man in uniform, Walter, the son of the family, his father Emil Lind and the grandfather play.
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[[Fichier:Familienfilm 4 5.png|vignette|Excursion to the Rhine with the construction of the Salier Bridge in the background (Foto: LFS)]]
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Then the family goes on a trip to the Rhine. In the foreground, Walter is walking with his grandparents in smart Sunday clothes and with a camera around his neck. In the harbor basin, three people row in a boat. In the background you can see the new Salier Bridge near Speyer, a combined road and rail bridge. It was opened in 1938 and replaced the previously operated pontoon bridge (see film “Pontoon bridge and new Rhine bridge near Maxau”). The new steel bridge was blown up on March 23, 1945 by German soldiers retreating. The family continues along the Rhine, past an older paddle steamer.The next shot shows the family and another couple at the Fürstenberg monument in Baden-Baden, which is on the Hungerberg above the new castle. It was built by Carl Egon, the 3rd Prince of Fürstenberg, out of gratitude because his son survived a fall from his horse in 1862. The family then goes for a walk in the famous Lichtentaler Allee along the Oos. The next photos show houses that are located on Annaberg in Baden-Baden. Then you can see the family in the inner courtyard of the new palace, where besides them there are other passers-by admiring the beautiful architecture. You move in the direction of the panorama balcony on the Schlossstaffel, from which you have a wonderful view over Baden-Baden, which is then also shown. Baden-Baden had developed into one of the most important thermal bathing resorts in Europe in the 19th century. In order to meet the demands of international spa guests, Baden-Baden set up leisure activities such as golf and tennis courts, thermal baths and the racetrack, which shaped the cityscape over the long term.
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In the next scene, several people are standing around the heron fountain, where they are rinsing their bottles. The thermal water flowing in the fountain had a temperature of over 40 degrees, which made it a tourist attraction. At that time, the fountain was level with Sonnenplatz and was moved to Sophienstrasse in 1966. Many people stroll along the magnificent Kurhaus, which has long been used as a casino and is decorated with swastika flags. The family walks from the Kurhaus via Lichtentaler Allee to the patron complex, which is known for its imposing fountains and plants. The Evangelical City Church could only be inaugurated in 1867 through donations and after the establishment of a foundation. The following photos show the city center at Leopoldsplatz. The final shot shows the Baden-Baden theater, which is located next to the Kurhaus on Goetheplatz. The theater was built by the then casino leaseholder Edouard Bénazet and opened in August 1862. Most of the sights shown have been preserved in the spa town to this day. They shape the cityscape of Baden-Baden and are still attractions for tourists and day visitors.
  
 
Magnus Maurath, Paul Schmitz, Julius Pflüger
 
Magnus Maurath, Paul Schmitz, Julius Pflüger
 
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Latest revision as of 17:28, 9 March 2021


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Abstract


Familienaufnahmen rund um Speyer und Ausflug nach Baden-Baden

Description


Winter 1937: Ein Zehnjähriger mit Schlitten im Schnee, baut einen Schneemann, dekoriert gemeinsam mit einem jungen Paar den Schneemann u.a. mit der Schildmütze eines Gefreiten der Wehrmacht. Schneeballschlacht. Junges Paar beim Spaziergang im Schnee, u.a. am Heidentürmchen im Domgarten. Pferdewagen auf der Straße. Mann klappt Motorhaube an einem Automobil der Marke Opel zu. Zeppelin fährt vorbei (kurz). Familie steigt aus PKW der Marke Ford. Familie mit Sohn und einem jungen Feldwebel in Ausgehuniform bei unbekanntem Spiel im Hof: Kreisförmige Teile aus Gummi werden auf eine quadratische Zielscheibe am Boden geworfen. Großeltern Lind mit Enkel am Rheinufer bei Speyer. Der Zehnjährige trägt Kniestrümpfe und einen Mantel, im Hintergrund die feste Rheinbrücke im Bau. Ausflug nach Baden-Baden: Fürstenberg-Denkmal am Hungerberg: Engel aus weißem Marmor in einer halbkreisförmigen Säulenhalle, Kurhaus mit Hakenfreuzfahnen, Lichtentaler Allee an der Oos, Blick in die Luisenstraße, Reiherbrunnen, Evangelische Kirche, Brunnenanlage im Rosengarten, u.a.

Metadata

Reference / film number :  LFS02257 3
Date :  1937
Sound :  Mute
Timecode :  00:06:00
Running time :  00:00:00
Film-maker :  Lind, Emil
Reel format :  16 mm
Archive :  Haus des Dokumentarfilms

Context and analysis


Back then the car was a symbol of prosperity (Photo: LFS)

The silent black and white film with a length of just under six minutes was shot in 1937, as Agfa's initial logo with the year reveals. You can see the everyday life and excursions of the Lind family in the region around Speyer, where father Dr. Emil Lind worked as a pastor. The first sequence shows impressions from winter. A boy is sledding down a small hill and building a snowman in the front yard of the house. He wears a peaked cap typical of the Wehrmacht, with a cockade in the national colors and the imperial eagle. The snowman is inspected by a young woman and a young man and decorated with pieces of coal. The three then begin a wild snowball fight. In the next sequence, a younger couple walks through the wintry Dompark in Speyer with the Heideturmchen, which was built in the 13th century.

The Agfa logo introduces a change of place and time. A car is parked in the street with the bonnet open to the side and a man leaning over it. The conspicuous number 31200 is not a German license plate. On the right is a horse drawn carriage with a carter and a passenger. The next shot shows a zeppelin flying over the city. This is an airship of the LZ series. This sight was not unusual at the time, as there was a regular Zeppelin connection between Frankfurt, Düsseldorf and Baden-Baden. Wealthy guests could use this offer for their trips. Baden-Oos had its own airship hangar.

View of the new Salierbrücke from the old pontoon bridge (Foto: Historisches Museum der Pfalz, Speyer (CC_BY-NC-SA)

Then a Mercedes-Benz W138, which was produced from 1936-1940, drives through the old town of Baden-Baden. The car stops and the occupants get out. The license plate indicates that it was registered in the Palatinate, which at that time still belonged to Bavaria. This is followed by shots of a game in which flat discs are thrown onto a game board with numbers to collect points. A young man in uniform, Walter, the son of the family, his father Emil Lind and the grandfather play.

Excursion to the Rhine with the construction of the Salier Bridge in the background (Foto: LFS)

Then the family goes on a trip to the Rhine. In the foreground, Walter is walking with his grandparents in smart Sunday clothes and with a camera around his neck. In the harbor basin, three people row in a boat. In the background you can see the new Salier Bridge near Speyer, a combined road and rail bridge. It was opened in 1938 and replaced the previously operated pontoon bridge (see film “Pontoon bridge and new Rhine bridge near Maxau”). The new steel bridge was blown up on March 23, 1945 by German soldiers retreating. The family continues along the Rhine, past an older paddle steamer.The next shot shows the family and another couple at the Fürstenberg monument in Baden-Baden, which is on the Hungerberg above the new castle. It was built by Carl Egon, the 3rd Prince of Fürstenberg, out of gratitude because his son survived a fall from his horse in 1862. The family then goes for a walk in the famous Lichtentaler Allee along the Oos. The next photos show houses that are located on Annaberg in Baden-Baden. Then you can see the family in the inner courtyard of the new palace, where besides them there are other passers-by admiring the beautiful architecture. You move in the direction of the panorama balcony on the Schlossstaffel, from which you have a wonderful view over Baden-Baden, which is then also shown. Baden-Baden had developed into one of the most important thermal bathing resorts in Europe in the 19th century. In order to meet the demands of international spa guests, Baden-Baden set up leisure activities such as golf and tennis courts, thermal baths and the racetrack, which shaped the cityscape over the long term. In the next scene, several people are standing around the heron fountain, where they are rinsing their bottles. The thermal water flowing in the fountain had a temperature of over 40 degrees, which made it a tourist attraction. At that time, the fountain was level with Sonnenplatz and was moved to Sophienstrasse in 1966. Many people stroll along the magnificent Kurhaus, which has long been used as a casino and is decorated with swastika flags. The family walks from the Kurhaus via Lichtentaler Allee to the patron complex, which is known for its imposing fountains and plants. The Evangelical City Church could only be inaugurated in 1867 through donations and after the establishment of a foundation. The following photos show the city center at Leopoldsplatz. The final shot shows the Baden-Baden theater, which is located next to the Kurhaus on Goetheplatz. The theater was built by the then casino leaseholder Edouard Bénazet and opened in August 1862. Most of the sights shown have been preserved in the spa town to this day. They shape the cityscape of Baden-Baden and are still attractions for tourists and day visitors.

Magnus Maurath, Paul Schmitz, Julius Pflüger

Places and monuments


Speyer; Baden-Baden



  1. This film analysis is still in progress. It may therefore be incomplete and contain errors.